Netzwerktreffen der Medienwerkstatt

 

Regelmässige Netzwerktreffen haben das Ziel, die MedienkünstlerInnen in Berlin zu stärken und den Austausch untereinander zu fördern. Inhaltlich geht es dabei auch um mediale Grenzbereiche und einen kritischen Medienbegriff. Eine Dokumentation der bisherigen Treffen findet sich hier.

 

Das nächste Netzwerktreffen findet am 6. Dezember 2017 um 19 Uhr statt.

Maike Zimmermann ©
Maike Zimmermann ©
Das Portfolio – ein Ratgeber
Vortrag von Maike Zimmermann 

Das Portfolio ist ein wichtiges Element zum Bewerben z.B. für Förderungen, Künstlerresidenzen, Galerien, und interessierte Sammler; es ist sozusagen ein Selbstvermarktungstool.

Der Abend gibt einen Einblick und Rat wie man ein Portfolio interessant gestalten kann anhand von Beispielen, die Maike Zimmermann vorstellen wird. Nach diesem kurzen Vortrag, können einzelne Portfolios und relevante Fragen besprochen werden. Maike Zimmermann ist als visuelle Künstlerin tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf Fotografie und Bewegtbild. Sie realisiert Experimentalfilme, Videoinstallationen, audio-visuelle Performances, fotografische oder ortsspezifische Arbeiten.

http://www.maike-z.com

 

Mittwoch, 8.3.2017 zum Frauentag

Pro Quote Regie, Barabara Rohm

 

Pro Quote Regie setzt sich erfolgreich für die Gleichberechtigung von Regisseurinnen in Film- und Fernsehbranche ein. Im Sommer 2014 wurde von zwölf Filmemacherinnen der eingetragene Verein Pro Quote Regie gegründet, mit dem  Ziel die mangelnde Beteiligung von Frauen im Bereich Regie öffentlich zu machen und an dieser Schieflage etwas zu ändern. Mittlerweile vereint die Initiative mit ihren Forderungen nach einer Quote bei der Vergabe öffentlicher Gelder und der paritätischen Besetzung von Gremien 400 Regisseurinnen aus allen Genres sowie über 400 Unterstützer aus der Branche hinter sich. Neben der politischen Arbeit liegt ein Schwerpunkt auf der Sichtbarmachung von Regisseurinnen und ihren Werken, sowie die Sensibilisierung der Branche für stereotype Rollenbilder vor und hinter der Kamera und deren negative Folgen.
www.proquote-regie.de/
https://m.youtube.com/watch?v=CMi5wf2qtp

 

Vassiliea Stylianidou, I AM A 19th CENTURY FACTORY CHIMNEY STACK,  2014.  HDV, colour, 5.1 surround sound Duration: 7 min 39 sec Videostill.
Vassiliea Stylianidou, I AM A 19th CENTURY FACTORY CHIMNEY STACK, 2014. HDV, colour, 5.1 surround sound Duration: 7 min 39 sec Videostill.

Mittwoch 31.08.16

Werke von Vassilliea Stylianidou

 

Vassilliea Stylianidou arbeitet als Video- und Installationskünstlerin, die in ihren Arbeiten verwandte Ausdrucksmedien wie Text, Sound/Musik und Performance nutzt. Ihr künstlerischer Prozess beinhaltet eine konstante Aneignung öffentlicher und privater Geschichte, ebenso wie öffentlicher und privater Räume. Ihre Arbeiten behandeln die immanenten Grenzen in Systemen von Ordnung und Disziplin wie Architektur, Körper, Macht, Familie, Gender und Sprache.

Vassiliea Stylianidou works as a video and installation artist, using in her works related artistic media such as text, sound/music and performance. Her artistic process involves a constant renegotiation of public and private history, as well as public and private spaces. 
Her works deal with the limits inherent in systems of order and discipline such as architecture, body, power, family, gender and language.
http://stylianidou.com

 

Werke von Verena Kyselka

 

"Seit mehr als einem Jahrzehnt realisiere ich interkulturelle Projekte, die motiviert sind von der Entdeckung des „Fremden“ in der Heimat und dem „Vertrauten“ in der Fremde. Wesentliches Merkmal meiner Arbeit ist bis heute die Auseinandersetzung mit Identität im interkulturellen Vergleich und der Einfluss zeitnaher Geschichte auf ethnisches Zusammenleben. Die damit verbundenen Recherchen stehen im Kontext eines work-in-progress Langzeitprojektes mit dem Titel "Territory of Intimacy". Die Projekte habe ich in Ländern wie Albanien, Armenien, Bangladesch, Indien, China, Taiwan, Australien und in diesem Jahr in Oman entwickelt. Wesentlich für meine künstlerische Aussage sind der interkulturelle und völkerverständigende Ansatz im jeweiligen Vergleich der Kulturen. Im Ergebnis dieser Projekte entstanden Video-Installationen, Fotoarbeiten, Collagen und Performances über Selbstbestimmung, Rollenverständnis zwischen Frau und Mann, die aktuelle gesellschaftliche Situation und die Sehnsüchte unterschiedlicher Ethnien dieser Länder. Doch das, was ich finde, ist oft anders als erwartet und verändert sich durch meine Fragen, die spontan in mir entstehen.
Was berührt uns und die eigene Geschichte? Was ist eigentlich „das Andere“ woanders?
Diese Werke sind motiviert durch meinen kulturellen Background und meine Erfahrungen von Repression in der DDR, wo auch meine künstlerische Entwicklung und die Arbeit mit der Künstlerinnengruppe Exterra XX begann. Meine Sehnsucht damals wie heute sind die weite Welt und eine unbändige Faszination von fremden Kulturen. Dieser in die Ferne gerichtete Blick führt mich zurück auf meine eigene Geschichte und mein heutiges Lebensumfeld. Meine Arbeit ist in diesem Sinne eine Suche nach globaler Geschichte und gesellschaftlicher Verantwortung."
Weitere Infos gibt es hier:
http://www.verena-kyselka.de
http://www.orientfilms.de
http://orientfilms.de

 

Arduino, Foto von Helga Hansen
Arduino, Foto von Helga Hansen

Einstieg Arduino
Um die Entwicklung von Projekten zu vereinfachen, die mit ihrer Umwelt
interagieren, entstand 2005 der Arduino. Seither ist um die
Open-Source-Plattform eine lebendige Szene entstanden, die vielfältige
Sensoren, Roboter, tragbare Elektronik und vieles mehr entwickelt.
Besonders Künstler*innen können mit dem Arduino einfach und günstig
digitale Ideen umzusetzen.
Den Vortrag hält Helga Hansen, die bei der Redaktion make arbeitet.
www.make-magazin.de

 

Filmstill from Makoto Murayama´s video fotographed by Lily Fürstenow
Filmstill from Makoto Murayama´s video fotographed by Lily Fürstenow

Metamachine: New Media and Possibilities for Artistic Practice

 

Dr. Phil. Lily Fürstenow, Curator and Art Critic, will talk about Vilem Flusser  and the new media/film/video in regard of Artistic Research. 

 

How does Artistic Practice relate to research?

 

Lily Fürstenow-Khositashvili received 2011 her doctorate in cultural studies from Humboldt-Universität Berlin and has since worked as a curator and art critic. In curating exhibitions and in other projects, she seeks to provoke the critical discussion and expanded knowledge spaces. In her curatorial activities, she places particular focus on issues concerning the history of knowledge and the critical analysis of this history. Furthermore she concerns herself with the question of how individual and collective memories contribute to the formation of a social consciousness.

 

KHJeron, Space Time 2016 aktuell im AIL Wien zur Digital Synesthesia Ausstellung bis  8. April
KHJeron, Space Time 2016 aktuell im AIL Wien zur Digital Synesthesia Ausstellung bis 8. April
Karl Heinz Jeron wurde 1962 in Memmingen, Deutschland geboren. Er lebt und arbeitet seit 1987 in Berlin. 
Seine Kunst handelt von Alltagskultur, medialer Wahrnehmung und Informationsverarbeitung. Er gestaltet lieber Ereignisse als Objekte. Das reicht von Aufführungen mit singenden und tanzenden Robotern, über Kompositionen mit elektronisch verschaltetem Gemüse bis hin zu Audio-Touren in Windparks.

 

 

Seine Arbeiten wurden unter anderem im ZKM Karlsruhe, auf der Ars Electronica Linz, der Documenta X, am ICA London, dem Walker Art Museum Minneapolis, der Berlinischen Galerie Berlin und dem Museum of Modern Art San Francisco gezeigt.

 

 

 

Die Weisen Trolley © Stephanie Hanna
Die Weisen Trolley © Stephanie Hanna

Stephanie Hanna zu Thun und Lassen arbeitet pluridisziplinär mit dem Schwerpunkt auf visuellen Medien. Orts- und situationsspezifisch entwickelt sie Ansätze, humorvoll in einen gesellschaftlichen Status Quo zu intervenieren und dabei Vorurteile, Vorbilder und überhaupt das Gewicht des "Bildes", das wir voneinander zu machen pflegen und welches wir uns zum größten Teil auch vormachen, kurz gesagt, das kultivierte Image zu hinterfragen.

Sie mischt "alte" und "neue" Medien und hat eine Vorliebe für open source, do-it-yourself und Graswurzelbewegungen. Von 2005 bis 2012 entwickelte und leitete sie das partizipative Kunstprojekt senior street art, eine aufeinander aufbauende Reihe von künstlerisch-praktischen Workshops und Aktionen im öffentlichen Raum zu Street Art und Graffiti von, für und mit Menschen über 50 Jahren. Seit 2013 entwickelt sie auf dieser Basis die Audiosammlung "Die Weisen": Was brauchen wir wirklich für ein gutes Leben? Bisher sammelte Stephanie Rat auf den Straßen von Berlin - Neukölln, Wedding und Marzahn - sowie in Görlitz. Die Antworten, die sie auf ihre Frage fand, präsentierte sie jeweils vor Ort in interaktiven und ortspezifischen Audioinstallationen (Neukölln, Wedding und Görlitz) sowie in einer performativen Beschreibung der Straße (Marzahn).

Im Netzwerktreffen der Medienwerkstatt wird sie ihren Arbeitsansatz präsentieren anhand der mäandernden Medien, in denen ihre Fragen eine Form finden.

Stephanie Hanna studierte Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee und an der Hogeschool voor de Kunsten Utrecht in den Niederlanden und absolvierte den MA "Art in Context" an der Universität der Künste Berlin in 2006.

http://www.stephaniehanna.de

http://www.seniorstreetart.de

UrbanResearch-netzwerktreffen © Klaus W. Eisenlohr
UrbanResearch-netzwerktreffen © Klaus W. Eisenlohr

Urban Research

 

 

Urban Research is a film and video program curated by Klaus W. Eisenlohr for Directors Lounge 2014. Urban Research encompasses explorations of public space, the conditions of urban life, and interventions in the urban sphere, by international film and video artists using experimental, documentary, abstract, or fictive forms.

 

 

Urban-Research.euFwd

http://www.directorslounge.netFwd

Still aus Kapper Lievense © Petra Sattler
Still aus Kapper Lievense © Petra Sattler

Drei Jahrzehnte, Arbeiten von Petra Sattler

“Dokumentarische Filmarbeit beschäftigt mich seit mehr als 25 Jahren. Ich arbeite als Kamerafrau für Sender, freie AutorInnen und eigene Filme, letztere montiere ich selbst. Meine filmische Arbeit begann, als Kamera- und Tonfrauen noch eine Seltenheit waren. Seitdem ich als Kamerafrau und Autorin arbeite, stehen gesellschaftliche Veränderungen und die Menschen mit ihren Geschichten im Mittelpunkt meiner Arbeit. Die Verantwortung, die ich als Kamerafrau oder Autorin ihnen gegenüber habe, ist eine Frage, welche immer gegenwärtig ist, denn ich "richte" die Kamera auf die ProtagonistInnen. An diesem Abend zeige ich Filme, Erstlingswerke, Zeitdokumente, Auftragsarbeiten aus drei Jahrzehnten, die mit dieser Fragestellung korrespondieren. Sie sind auch eine Reise durch die unterschiedlichen Formate  und die Veränderungen von Produktionsbedingungen.”

Jonas Weber Herrera, Untitled II (Manifest), 60 x 90 cm, Inkjet print, 2015
Jonas Weber Herrera, Untitled II (Manifest), 60 x 90 cm, Inkjet print, 2015

Jonas Weber Herrera  studierte experimentelle Mediengestaltung und Medienkunst an der Bauhaus-Universität Weimar. Seit 2006 lebt und arbeitet er als Filmemacher, Bildender Künstler und Dozent in Berlin.

Seine Arbeiten kreisen vornehmlich um zwei Themengebiete: Das Erste wäre die Auseinandersetzung mit der Geschichte und Situation des Heimatlandes seiner Mutter, Kolumbien. Sein Dokumentarfilm „Gaze“ thematisiert, wie sich Strategien und Effekte des Bürgerkriegs im öffentlichen Raum der Stadt Medellíns widerspiegeln und auf deren Straßenbewohner auswirken.

Der zweite Topos – die soziokulturelle Konstruktion und Zurichtung von Körpern - ist zugleich Forschungsgegenstand seiner Promotion innerhalb des Ph.D.-Studiengangs „Freie Kunst“ an der Bauhaus-Universität Weimar. Im wissenschaftlichen Teil forscht er zur Genealogie und medialen Repräsentation der Körperphänomenologie Body Integrity Identity Disorder beziehungsweise Transability. Seine künstlerischen Forschungsprojekte befassen sich mit dem Syndrom als Signifikanten für bestimmte Vorstellungen von Körper, Verkörperungen und Körperdiskursen.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage wie Medien Körper und Symptome produzieren beziehungsweise inwiefern Körpergeschichte immer auch Mediengeschichte ist.

verschlungen, Installation von Gaby Schulze © 2015
verschlungen, Installation von Gaby Schulze © 2015

Werke von Gaby Schulze, Video- und Klangskulpturen

"Meine Arbeit entwickelt sich ausgehend von der (traditionellen) Arbeit am Stein hin zu medialen Konzepten. Ich befasse mich damit, wie ich das Bildhauermaterial Stein in einen zeitgenössischen Kontext stellen kann. So versuche ich die Skulptur mit unseren aktuellen Medien zu konfrontieren, indem ich das Material direkt mit einem Medium verbinde z.B. mit dem Internet oder ich stelle Medium und Stein gegenüber, indem ich ein Roboterfahrzeug um eine Steinskulptur fahren lasse. Hierbei nutze ich u.a. Projektoren, Mikrocontroller (Arduino) und Minicomputer (Raspberry PI). Ich arbeite mit dem 3D Programm Blender und programmiere in den Sprachen Pure Data (Sound) und Processing (grafische Prozesse und Ansteuerung von Mikrocontollern). Daraus entstehen dann Installationen, Video- und Klangarbeiten." (Zitat Gaby Schulze)

Soundinstallation, Benedikt Eickhoff 2015
Soundinstallation, Benedikt Eickhoff 2015

Cross Plattform Mobile Development,

Vortrag von Benedikt Eickhoff


Tool, Merchandise oder Kunst ?

C.P.M.D. , Runtergekocht.

HotHotHot

"Stay lean, fight alone, die poor soon. My competitor, my Guru and my undespicable Process. Welcome to cross platform Minion development!"



C.P.M.D.  - RUNTERGEKOCHT, und es ergibt sich die Perspektive auf das Machbare, das Kollektivierbare. Der Vortrag will sich in diesem Sinne dem iterativen Prozess eines Mobile App Prototyping & Requirement Engineerings illustrierend annähern und vor allem Zusammenarbeit beherzigen. Der Focus liegt auf dem Bedarf von KünstlerInnen, Gallerien und den Tools des sog. Creative Coding.

@Contexter , Benedikt Eickhoff, Diplomierter Schauspieler und Langzeitassistent des Theaterregisseurs, Bühnenbildners und Ausstellungsmachers Fred Berndt, arbeitet seit geraumer Zeit in der Kommunikation mit dem "Stellwerk". Dabei liegt sein Schwerpunkt auf AV-Programmierung, mobilen und Netzwerk-Lösungen.
_______________________________
TWITTER: @Contexter

WEB: www.benedikt-eickhoff.de

Eikonal, Peggy Sylopp 2015
Eikonal, Peggy Sylopp 2015

MALM Ausstellung „Observation Space

 

MALM steht für Media Art Lab Mercosul, das vom Goethe-Institut in Porto Alegre gegründet wurde.
Peggy Sylopp wird über die Ausstellung Observation Space in Form eines Interviews berichten. 6 Künstler*innen aus Argentinien, Chile, Uruguay und Brasilien haben die Projektidee gemeinsam entwickelt: Eine interkulturelle
Auseinandersetzung mit Europa, Überwachung, Gesellschaft und digitalen Medientechnologien.

Peggy Sylopp über die Ausstellung „Einer Überwachungssituation stellen wir einen Raum gegenüber, der „Technoschamanismus“, Klangskulptur, Multiprojektion, skulpturale Installation und Videokunst verschmelzen lässt.“ Doku

Teilnehmende Künstler*innen, Katalogheft:

Fabián Barros Andrade www.fyslab.net
Fabiane Morais Borges catahistorias.wordpress.com
Jorge Amaolo escuelaerap.blogspot.com
Rainer Krause www.rkrause.cl
Peggy Sylopp www.peggy-sylopp.net
Sandra Becker www.sandrabecker01.de

(eine multimedia installation von Branka Pavlovic, Kunstvermittlungsstipendiatin der nGbK welche die Arbeit der nGbK der letzten 40 Jahre anhand von Archivmaterial und Interviews dokumentiert)
Ordnungen anderer Art, Bologna, Januar 2015, Präsentation nGbK - Macrocosmi -

DEMOAUFNAHME(N)
Die Filmemacherin und Videokünstlerin Branka Pavlović stellt das nGbK-Kunstvermittlungsprogramm DEMOAUFNAHME(N)* vor. DEMOAUFNAHME(N) ist ein experimentelles Kunstvermittlungsformat, das die Filmemacherin und Videokünstlerin Branka Pavlović im Rahmen Ihres Stipendiums für die nGbK umsetzt. Das nGbK-Kunstvermittlungsstipendium ermöglicht seit 2008 Personen oder 2er-Teams die Umsetzung von Ideen, Konzepten und Methoden der künstlerischen Kunstvermittlung. Branka Pavlović zeigt eine Auswahl von Videoarbeiten, die im Rahmen des  nGbK-Kunstvermittlungs-programm DEMOAUFNAHME(N) seit November 2013 entstanden sind. Dieses Vermittlungsprojekt strebt Partnerschaften und Kontakte in der Nachbarschaft sowie den unmittelbaren Dialog mit der Öffentlichkeit an. In diesem Sinne wird auch der neue Videoworkshop, der zum ersten mal in Kooperation mit der Medienwerkstatt im August 2015 realisiert wird, angekündigt. Es geht um eine künstlerische (Video)Recherche rund um die Station der urbanen Kulturen am Cecilienplatz in Hellersdorf. Die Station urbaner Kulturen beim U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord ist ein Ort der Planung, Forschung und Reflexion, der Produktion und Präsentation, für Diskussionen und Interventionen. Sie bildet Homebase, Adresse, Treffpunkt und Standort für das Projekt Kunst im Untergrund und darüber hinaus. An 2 Wochenenden im August (15/16 und 29/30 August 2015) werden die interessierten Künstler_innen die Gelegenheit haben, im Rahmen eines intensives DEMOAUFNAHME(N) Videoworkshops die Interaktionen in und rund um die Station der urbanen Kulturen zu untersuchen, zu deuten, filmisch festzuhalten und zu hinterfragen. Welche Rollle spielt dieser Raum im Leben der Cecilienplatz und deren Einwohner? Was für Synergien und Missverständnisse, Dialoge und Auseinandersetzungen finden da statt? Hat dieser Raum etwas von der antiken Agora und wie werden die Verhältnisse zwischen "Zentrum" und "Peripherie" da verhandelt und vermittelt? Die Teilnehmer_innen werden eigene Videoarbeiten einzeln oder in der Gruppe entwickeln und produzieren. Dieses Angebot richtet sich an alle interessierte Künster_innen. Die Zahl der Teilnehmer_innen ist auf 8 begrenzt und wird im Auswahlverfahren in Zusammenarbeit mit der nGbK AG "Was ist draußen" getroffen. Die Videoarbeiten und Zwischenergebnisse werden in der Station der urbanen Kulturen in Form einer Videoinstallation öffentlich gezeigt.
https://www.tumblr.com/search/demoaufnahmen
www.ngbk.de

Branka Pavlovic
Branka Pavlović ist Filmemacherin und Videokünstlerin und stammt aus Serbien. Sie absolvierte ihren BA in Film & TV Editing an der Akademie für Film, Fernsehen, Theater und Radio, FDU, in Belgrad, Serbien, und ihren MA am Institut für Kunst im Kontext der UdK, Berlin. Seit 2006 ist sie freiberuflich als Videokünstlerin, Kamerafrau und Cutterin in Berlin und Belgrad tätig, arbeitet im Dokumentarfilm- und Theaterbereich. Seit 2007 arbeitet sie mit der Performancekünstlerin Nezaket Ekici zusammen. Branka Pavlović verfügt über weitreichende Erfahrung in der Vermittlungs- und Workshoparbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ist Mitglied verschiedener Künstler_innengruppen und verantwortet seit 2009 die Programmdirektion des Belgrader Slobodna Zona Human Rights Film Festival.


Das Foto oben zeigt eine multimedia installation von Branka Pavlovic, Kunstvermittlungsstipendiatin der nGbK welche die Arbeit der nGbK der letzten 40 Jahre anhand von Archivmaterial und Interviews dokumentiert.

Emanuel Geisser: A Few Fundamental Setups, 2015, Diaprojektion
Emanuel Geisser: A Few Fundamental Setups, 2015, Diaprojektion

Werke von Emanuel Geisser

Emanuel Geisser ist in der Schweiz geboren und hat in Genf und Hamburg freie Kunst studiert. Seit 2005 lebt er in Berlin. Seine künstlerische Praxis umfasst Installation, Video, Film und Collage.
In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit dem Verhältnis des Menschen zur Natur und dem Einfluss der sinnlichen Erfahrung auf die subjektiven Vorstellungen von Welt. In fragilen Anordnungen halten sich Wahrheit und Imagination in brüchigem Gleichgewicht, verschachteln und überlagern sich Perspektiven in präziser Unschärfe, verweben sich Licht, Schatten und Spiegelung zu ihren eigenen Gesetzen gehorchenden Gleichungen.
Oft dient ihm Found-Footage als Basis für seine Arbeiten; Bilder aus Büchern, Ausschnitte aus (Dokumentar-)Filmen, die er mit eigenem Material kombiniert und collagiert. Zu seinen Interessen, Hintergründen und Strategien zitiert Emanuel Geisser folgendes Gedicht des Autors Theo Kneubühler: "Der Himmel muss hoch sein, damit der See spiegelt, / was in seiner Nähe ist / doch stimmt nicht: der Himmel muss tief sein, / damit der See spiegelt was fern ist / das Ferne spiegelt der See immer, eher sichtbar / oder eher unsichtbar, doch nie genau sichtbar und / nie genau unsichtbar."
Künstlerwebsite: www.emanuelgeisser.com

Maria Korporal: Korporal Zoo
Maria Korporal: Korporal Zoo

Korporal Zoo von Maria Korporal

"Korporal Zoo" ist eine Serie von Video-Arbeiten von Maria Korporal, in denen die Tier- und Menschenwelt beobachtet und dargestellt wird. Es sind verschiedene Perspektiven: kulturelle, soziale, ökologische. Das work in progress Projekt hat sie 2010 angefangen. Bis 2015 sind neun Videos realisiert worden.
Die Videos in “Korporal Zoo” sind mit einer großen Vielfalt von Techniken gestaltet worden und jedes Werk ist eine animierte Mischung aus Aufnahmen in Foto und Film sowie Zeichnungen und Kollagen.
In diesem Netzwerktreffen präsentiert die Künstlerin eine Auswahl aus dem Projekt und erzählt seine Geschichte von Vergangenheit bis Zukunft.
Maria Korporal, alias Maria Felix Korporal, wurde 1962 in den Niederlanden geboren und studierte Grafik und Malerei an der St. Joost Akademie der Bildenden Künste in Breda. Während ihres Studiums begann sie mit Fotografie und Film zu arbeiten und schloss mit einer Video-Installation ab. Nach dem Studium im Jahr 1986 zog sie nach Italien, wo sie sich am Anfang wieder mit Malerei beschäftigte. Im Jahr 1989 war sie Mitbegründerin des italienischen Verlags Apeiron, wo ihr die Mediengestaltung als Aufgabe zugeteilt wurde. In diesem Umfeld wurde sie mit dem Einsatz von Computern vertraut und sie begann die Anwendung digitaler Techniken auch in ihrem Kunstwerken einzusetzen. Seit 1998 hat sie sich mit den neuen Medien ihrer Kunst gewidmet. Bis Ende 2013 hat sie in Italien gewohnt neben dem Berg Soracte. Danach ist sie nach Berlin gezogen wo sie heute lebt und arbeitet. Die künstlerische Produktion von Maria Korporal umfasst Videokunst, digitale Bildbearbeitung, Performances und Installationen. Außerdem ist sie als Web-und Grafik-Designerin aktiv. Ihre Arbeiten werden auf der ganzen Welt präsentiert: www.mariakorporal.com

Myriam Thyes, AFTER TIEPOLO, Kunstverein Schwerin, 2014.
Myriam Thyes, AFTER TIEPOLO, Kunstverein Schwerin, 2014.

Animationen von Myriam Thyes

Die Künstlerin aus der Schweiz lebt in Düsseldorf. Sie ist v.a. für ihre Video-Installationen mit  gesellschaftlichen und kulturhistorischen Themen bekannt, in denen sie Wirkungen und Bedeutungen mächtiger Symbole reflektiert, aufbricht, umwandelt. Mittels Video(-Collage), Animation und Fotomontage transformiert Thyes dominante Zeichen unserer Kultur. Sie erscheinen in neuen Zusammenhängen, verlieren etwas von ihrer Autorität, werden beweglich und für unser Sehen und Denken heute produktiv. Symbole für Identitäten werden zu Elementen von Dialogen.

Seit 1993 nimmt Thyes international an Ausstellungen und Festivals teil. Studium: Kunstakademie Düsseldorf, 1986-92, v.a. bei Nan Hoover.
Stipendien: Cité Internationale des Arts, Paris (1990, 6 Monate); Glasgow, UK (2008); Graz (2015).
Preise: Depict Award 2005, Encounters Festival, Bristol, UK; MultiMedia Prize 2006, Avanca Festival, Portugal.
Nominierungen: Marler Videokunst-Preis, 2004; Screengrab New Media Art Award, Australien, 2009.
Förderungen: Schweizer Kunststiftung Pro Helvetia, Schweizer Bundesamt für Kultur, Stadt Düsseldorf, Land Nordrhein-Westfalen.

Publikationen: UmBildungen / ReVisions (2007); Glasgow Styles / Magnify Malta (2012), beide Kehrer Verlag Heidelberg.

www.thyes.com
CV_Vogelhaus104_GusztávHámos
CV_Vogelhaus104_GusztávHámos

Mit Gusztáv Hámos und Heidrun Quinque-Wessels stellen sich ein Medienkünstler und eine Galeristin vor, die seit Ende der 90er Jahre zusammenarbeiten, Ausstellungen und Messen zusammen bestritten haben.
Gusztáv Hámos, gebürtiger Ungar, emigrierte 1979 nach West-Berlin und studierte an der dffb. Seine künstlerische Praxis umfasst sowohl Arbeiten mit Film, Video, Fotografie, Installation und interaktiven Skulpturen, wie auch die Kuration von Ausstellungen, Symposien, Filmreihen und die Herausgabe von Publikationen. Aktuelle Ausstellungen und Projektionen: Tate Modern London, KHOJ New Delhi, Fuga Center of Architecture Budapest, Villa Romana Florenz, SFMOMA, Videobrasil, Marler Videokunstpreis (Nominierung). Veröffentlichungen 2014: Fiasco. A photonovel und Sampel Cities, beides erschienen bei Revolver Publishing. Seit 2000 experimentiert er gemeinsam mit Katja Pratschke mit dem Stillbild im kinematografischen Kontext - im Kino wie im Ausstellungsraum - und untersucht das Verhältnis von Stillstand und Bewegung. 

Heidrun Quinque-Wessels hat Erziehungswissenschaft, Kunstgeschichte und Archäologie studiert und arbeitet seit den 90ern als Galeristin, 2007 gab sie ihre Galerieräume auf und ist nur noch einmal im Jahr auf der Berliner Liste vertreten. In ihren Räumen zeigte sie viel Installation, Fotografie und Video- und Computerarbeiten, wenig Zeichnung und Malerei.
Sie verstand ihre Räume immer auch als Projekträume, in denen junge und osteuropäische Künstler ungewöhliche Positionen präsentieren konnten.

Kubistische Fotografie.

Poul R. Weile ist ein dänischer Künstler, der seit 2008 in Berlin arbeitet und lebt. Er wurde an der Dänischen Kunstakademie als Bildhauer ausgebildet von 1979 – 84 und ist seitdem als freiberuflicher Künstler tätig. Poul R. Weile versteht Kunst als eine Kommunikationsform. Deswegen hat er sich immer für die neue Technologie interessiert.
Reduziert kann man sagen, dass seine Arbeit zwei Schienen verfolgt: große Plastiken im Öffentlichen Raum, und die kommunikativen Möglichkeiten und Ausdrucksformen, die die technologische Entwicklung uns als Künstler anbietet.


Poul R. Weile ist mit beiden Schienen in mehreren Museen und Sammlungen im Norden vertreten. Er will in Rahmen des Netzwerktreffens seine Arbeit mit dem Handscanner sowie andere Projekte mit Technologie präsentieren und über die menschliche Beschreibung unserer dreidimensionalen Welt causieren.

Zitat des Kurators Dirk Thorwarth: "Mit der Werksreihe »Smile« werden neue Schritte innerhalb der bildenden Kunst sichtbar. Seit den neunziger Jahren arbeitet Poul R. Weile u.a. mit einem Hand Scanner und führte, aufbauend der Ideen von Dada, dabei die kubistische Idee in die Fotografie ein, um die Dreidimensionalität unserer Wahrnehmung zu beschreiben."

Geschichte der Jugendgenerationen

 

Der Künstler Gerhard Schuhmacher realisiert seine Werke in der Medienwerkstatt und erläutert sein Projekt. Der TV-Film über Westberlin (Produzent: Stefan Aust) im Oktober zeigte, dass selbst dort wo eine Kompetenz der Darstellung noch zu vermuten wäre, jedes tiefere Verständnis für die Geschichte der Jugendgenerationen nach den 68ern fehlt: Die Alternativen und ihre Projekte-Gründungen, die Emanzipation der Frauen, die Entwicklung der Umweltschutz- und Anti-AKW-Bewegung, die Hausbesetzer. Historisch einzigartig ist, dass unsere Generation ihre Geschichte selbst darstellen könnte, denn wir verfügen „exklusiv“ über die Bilder (Super8, Video, Fotografie) und vielleicht auch Original-Ton, Musik-Rechte. Und wir waren überzeugt davon, dass wir auch wahrhaft kooperieren können. Warum tut sich da nichts? Müssen wir das wieder TV-Profis oder zukünftigen Historikern überlassen? Oder haben wir selbst auch einiges, vielleicht die bunte Vielfalt der Bewegungen, vergessen? Gibt es Animositäten, die doch stärker als die gemeinsame Geschichte sind? Welche Archive wären noch zu erschließen? Ein Ansatz zu einer kollektiven Darstellung, die nicht in Nischen verbleibt, sondern an die heutige, breite Öffentlichkeit durchdringen kann, geht von einigen Super8-Filmemachern aus und soll an diesem Abend mit Filmbeispielen erörtert werden. Das Projekt ist schon längere Zeit vorbereitet und hat mittelfristig Aussichten auf einen Sendeplatz. Auch Zeitzeugen können mitwirken.

 

Skizze von Anja Wagner
Skizze von Anja Wagner

Videoconferencing ist eine Kommunikationsform, die bis vor kurzer Zeit eher einem elitären Nutzer_innen-
Kreis zur Verfügung stand. Mit Google Hangouts existiert auf einmal eine kostenfreie Umgebung in der Cloud, die in erstaunlich guter Qualität neue Kommunikations- und Kollaborationsformen
ermöglicht. Mit ununi.TV setzen wir z. B. auf diesem Potenzial auf und entwickeln entlang dieser Strukturen neue, demokratischere (Weiter-)Bildungsformen. In dem Workshop demonstriert Anja C. Wagner die bis-
lang entwickelten, möglichen Szenarien mit Hangouts. Es wäre aus ihrer Sicht dringend erwünscht, wenn Künstler_innen sich für diese Technologie öffnen und kreative Formate entwickeln, die auch für kritische Interventionen genutzt werden können.


Dr. Anja C. Wagner: Als Expertin für digitale Bildung bietet sie heute - unter dem Dach der FrolleinFlow GbR - Studien, Vorträge, Consulting und verschiedene Online-Projekte an, damit Personen, Institutionen und Regionen an modernen, vernetzten Lernumgebungen andocken können.

caption: Clemens von Wedemeyer, AFTERIMAGE, 2013, 6min semicircular video installation, colour, sound; view of installation.
caption: Clemens von Wedemeyer, AFTERIMAGE, 2013, 6min semicircular video installation, colour, sound; view of installation.

Doppelte Wirklichkeit?

Wir begeben uns in den Skulpturengarten des größten italienischen Filmstudios. Clemens von Wedemeyer hat 2013 in seiner Videoinstallation AFTERIMAGE mit einem 3-D Scanner diesen Skulpturengarten begehbar gemacht. Das mediale Ich bewegt sich frei im tatsächlichen Raum. Oder nicht doch eher: Das reale Ich bewegt sich frei im fiktiven Raum? Grenzbereiche verschwimmen und unsere traditionellen Kategorien verlieren ihre Legitimität, Wirklichkeit wird Fiktion, Fiktion wird Wirklichkeit. Anhand unterschiedlicher Beispiele künstlerischer Videoarbeiten begeben sich die theoretischen Erkundungen auf die Suche nach unserer Vorstellung von Realität. Der technische Fortschritt tritt dabei in ein Wechselverhältnis zur genuinen Unternehmung von Kunst: die Nachahmung der Natur, die Implementierung des Betrachters in die Fiktion.
Paul Mellenthin ist Kunsthistoriker. Er macht Atelierführungen und beschäftigt sich mit den philosophischen Fragen aktueller Kunstproduktion.

© Ulrike Schmidt
© Ulrike Schmidt

Ja, mach nur einen Plan! - Projektmanagement

"Ja, mach nur einen Plan! Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch 'nen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht." heißt es in der Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Planens aus der Dreigroschenoper. Das hält Menschen nicht davon ab, es immer wieder zu versuchen.
Es gibt etablierte und standardisierte Begriffe und Verfahrensweisen des Projektmanagements, die von verschiedenen Verbänden gelehrt und zertifiziert werden wie z.B der International Project Management Association (IPMA). Daneben werden vor allem in der Softwareentwicklung sogenannte agile Methoden eingesetzt, die versuchen sich dem Ziel flexibel, mit wenig Bürokratie und wenig Regeln meist in mehreren Iterationen zu nähern. Ein hohes Ausmaß an Kreativität kann dabei helfen, die Unwägbarkeiten des Lebens zu umschiffen oder gar zu nutzen, um auch medienkünstlerische Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.
Ulrike Schmidt ist Software Entwicklerin und Psychologin und wird ihre Erfahrungen mit verschiedenen Projektmanagement Modellen anhand konkreter Projekte illustrieren.

Creative Coding - Processing

Processing als einfach zu erlernende Programmiersprache eignet sich vor allem für den Einsatz im Unterricht für Lehrende, Studierende oder SchülerInnen, für Gestalter und Medienkünstler sowie als Tool für Datenvisualisierungen, Spiele und interaktive Medien. Neben einer guten und umfangreichen Dokumentation bietet Processing viele Features wie 2D und 3D-Rendering, PDF, Video, Audio, Typographie, Geometrie, Netzwerk- und Hardware-Kommunikation. Die Open-Source-Software ist kostenfrei und kann durch viele weitere freie Bibliotheken erweitert werden. Mit Processing.js ist darüber hinaus die Einbindung von Processing-Code in Webseiten durch HTML5 und Javascript möglich. Weitere Exportmöglichkeiten wie z.B. Java und Android stehen zur Verfügung. Der Vortrag bietet einen allgemeinen Überblick von Processing. Es werden verschiedene Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsszenarien vorgestellt und anhand von Beispielen gezeigt.
Katrin Schönherr ist Diplom Informatikerin (FH). Sie arbeitet als Programmiererin für Webanwendungen mit Open-Source-Software und engagiert sich als Referentin und Mentorin für Mädchen und Frauen, u.a. für den Girlsday.

 “Vladimir Bonačić-Dynamic Objects”                     ©DLX&bcd A still from the video collage by bcd CyberneticArt team
“Vladimir Bonačić-Dynamic Objects” ©DLX&bcd A still from the video collage by bcd CyberneticArt team

Künstlerbewegung [Neue] Tendenzen
Filmvorführung + Diskussion:

bcd CyberneticArt team

Zagreber Avantgarde-Kunst der 50/60/70er Jahre entstand in einem schwierigen historischen Zeitraum des, nach Interessensphären der damaligen Großmächte, geteilten Europa – im Schatten von Jalta – hinterließ aber einen reichen Fundus von zukunftsweisenden Ideen und deren raffiniert ausgeklügelten Realisierungen. Dies betrifft insbesondere das Fallbeispiel der „organischen“ Trilogie der Künstlergruppen EXAT 51 und Gorgona und der Künstlerbewegung [Neue] Tendenzen (z. B. neu eingeführte Ausrichtung in der Kunst „Computer und visuelle Forschung“, 1968). Die [Neuen] Tendenzen, als Teil der breiten Avantgardebewegung in Europa der Zeit, standen am Beginn der visuellen Forschung und der Verwendung des Computers bei der Entwicklung der neuen Dimensionen des künstlerischen Schaffens. Im Fokus der Arbeit der Hauptvertreter dieser Richtung stand die Synthese der Kunst und Wissenschaft. Mit Hilfe von Rechenprogrammen entstanden Kunstwerke, die in Ausstellungen und urbanen Räumen (an Fassaden etc.) präsentiert wurden. Auch die Digitalen Medien wurden einbezogen, so dass manche ihre Wurzeln in jener Zeit in Zagreb haben. Solche Aktivitäten waren ein Beitrag zum großen internationalen Diskurs über die Möglichkeiten und Rolle der modernen Kunst und des Künstlers in der Gesellschaft. Getragen von internationalen Theoretikern, freien Künstlern und Wissenschaftlern, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an Kunstakademien, Universitäten und Instituten forschten und in Zagreb eine Plattform für den Austausch ihrer Ideen fanden, lancierte die [N]T-Bewegung ein neues Wertesystem , sowie die Modelle für Teamarbeit, Sehschulung des Publikums und für den friedlichen und kreativen Umgang mit der Maschine. Heute immer noch und wieder aktuelle Themen. Wir zeigen den DocuFilm über die "letzte Avantgarde" – [Neue] Tendenzen – (2010, 60‘). Der Film ist entstanden auf Initiative des bcd CyberneticArt teams. Er wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, dem Kroatischen Radiofernsehen und dem Museum für zeitgenössische Kunst Zagreb realisiert. Eine Reihe europäischer Sponsoren und [N]T-Experten unterstützte das Filmprojekt und nahm an den Dreharbeiten teil.

Der Loop (am 23.6.2014)
Alle Veränderung basiert auf Wiederholung

Claudia Michaela Kochsmeier zeigt ihre Arbeit und ihre Arbeitsweise, in dem sie den Videoloop hinterfragt.
Wenn durch die Wiederholung im Gehirn die Grundlage für die Konstruktion von Zeit geschaffen wird, ist der Loop eine Form der Zeitschöpfung.
In der Sichtweise von Maurizio Lazzarato (“Videophilosophie”), wird das Bild im Video von einer optischen Repräsentation zu einer zeitlichen Manifestation, in der der Zugang zu den Bewegungen des Repräsentierens zentral wird. Dadurch bekommt es eine Nähe zu den Produktionsweisen von Subjektivität. Subjektivität konstituiert sich “wesentlich im Inneren der Schaltung aktuell/virtuell”. Wiederholen sich die Bilder im Videoloop, wird dieses Potential auf den Punkt gebracht. Und zwar auf den Punkt, auf den sich das Vermögen zur Handlungsfähigkeit verdichtet.
Für die Erkenntnis wird man fähig durch die Andacht, die sich auf etwas ausrichtet, das hinter dem den Sinnen Zugänglichen wirkt. Es kann wahrgenommen, aber nicht erfasst werden. Das Wahrnehmen schafft die Fähigkeit für die Erkenntnis, eine Erkenntnis ohne Absicht. Es ist eine rein phänomenologische Erkenntnis, aus der heraus sich zeigt, was zu tun ist. So kann die Erkenntnis angewandt werden. Sie muss angewandt werden, damit sie nicht leer bleibt. Die Handlung wirkt auf die Erkenntnis zurück und korrigiert sie und führt sie weiter. Der Videoloop kann beim Betrachter zu einer Andacht führen. Vielleicht, weil Erkenntnis und Handeln wie in einem Loop aufeinander bezogen sind ohne Anfang oder Ende.

 

25.6.22014: Popcorn leicht gesalzen

Fertige Videos lassen sich nur mit Aufwand ändern. Soll ein fremdsprachiges Video beispielsweise deutsche Untertitel bekommen, geht das nur über die Nachbearbeitung. Mit der Popcorn.js-Library geht es viel einfacher: Videos in HTML5, YouTube oder Vimeo lassen sich mit zusätzlichen Inhalten aus dem Web anreichern. Die Mashup-Spielwiese bietet eine Palette unterschiedlicher Features. Neben Untertiteln lassen sich u.a. Flickr-Alben, Twitter- und Facebook-Streams einbinden. Auch Wikipedia-Einträge kann das Toolkit referenzieren oder eine Google-Map anzeigen. Die Einblendung aller Zusatzinhalte steuert die Timeline des Videos - zeitgleich oder nacheinander.
Der Vortrag gibt Entwicklern eine Einführung in das Media Toolkit. Er zeigt, wie ein Video in HTML5 angelegt und ausgezeichnet werden muss, wie die Javascript-
Bibliothek "popcorn.js" eingebunden und die gewünschten Elemente angesprochen werden.
Renate Herrmanns ist selbstständige Frontend-Entwicklerin. Sie plant und erstellt vornehmlich Projekte auf Wordpress-Basis und Templates für Typo3.
www.css-manufaktur.de

Expanded Pictures

Sarah Straßmann präsentiert ihre Arbeit „Expanded Pictures“, ein künstlerisch-wissenschaftliches Forschungsprojekt, das von dem Medienphilosoph Prof. Dr. Frank Hartmann (Bauhaus Uni), dem Fotokünstler Prof. Emanuel Raab (FH Bielefeld) und dem Programmierer Andre Tomasivicz begleitet wird.

„Expanded Pictures“ untersucht die Bedeutung zeitgenössischer Fotografie im Feld von Internet und sozialen Onlinenetzwerken. Es handelt sich um ein „Fotografisches Experiment“, welches sowohl eine Versuchsanordnung als auch deren Ergebnisse präsentiert.

Im WorldWideWeb lassen sich zunehmend stereotype Bildwelten entdecken, die unsere Weltsicht oft mehr prägen als die tatsächliche Anschauung. Neben dieser Stereotypität ist vor allem Flüchtigkeit ein Merkmal, das den Unterschied zwischen der neuen Handyfotografie im Vergleich zur traditionellen Fotografie ausmacht. Ohne die Funktion des dokumentarischen Beweises zu verlieren, wird das, was der digitale Schnappschuss erinnert, in paradoxer Weise unbedeutend. Zwischen dem Augenblick und seiner Erfassung gibt es weder ein Anhalten noch eine individuelle Pose – der Vorgang des Fotografierens an sich scheint zu einem performativen Akt zu werden.
Sarah Straßmanns künstlerische Arbeiten, mit den Schwerpunkten Fotografie und Installation, sind konzeptuelle Projekte in denen sie den schmalen Grad zwischen Sicht- und Unsichtbarkeit aus lotet, häufig wird das „Nichts“ selbst zum Gegenstand der Arbeiten. Während Fotografie traditionell der Dokumentation diente, wird dessen Funktion bewusst umgekehrt und damit nach neuen Perspektiven des Mediums gesucht.

A Complexion Change
Transnational & Intercultural Diplomacy


XXIX. Black International Cinema Berlin 2014, “Footprints in the Sand?” Exhibition, THE COLLEGIUM – Forum & Television Program Berlin, Cultural Zephyr e.V.: Donald Muldrow Griffith presents a portrait of academic and cultural activities by Fountainhead® Tanz Théâtre, including visual examples of cinema, television programs, published documents and exhibition materials. The works result from training, observation, experience and research, garnered from transnational and intercultural communities, universities and changing cultural perceptions, inspired by Dr. Martin Luther King Jr., Oscar Brown Jr., Hans Arnold, others and the knowledge gained through international travel and the University of Life.
The presentation will be in English and German.
Mottoes:
"I may not make it if I try, but I damn sure won't if I don't..." - Oscar Brown Jr.
"Mankind will either find a way or make one." - C.P. Snow
"Whatever you do..., be cool!" - Joseph Louis Turner
"Yes, I can...!" - Sammy Davis Jr.
"Yes, We can...!" - Barack Obama

Südstern Collective präsentiert das Projekt "fremd/ajeno/étrange", das am 18. Mai 2013 in sieben verschiedenen U-Bahn-Linien in Berlin performed wurde. 

 

"fremd/ajeno/étrange" ist eine zauberhafte, poetische Verbindung zwischen Menschen, die fremd in einer Stadt sind und sich die Frage nach ihrer Andersartigkeit und Zugehörigkeit stellen. Die Idee ist es, in einem fremden Land zu sein und plötzlich jemanden die Sprache der Heimat sprechen zu hören. Ein flüchtiger Eindruck von Vertrautheit ist die Basis einer Gruppe aus Fremden, die neu in einer Stadt sind, um sich gemeinsam zu erheben, aber auch die Suche nach Kontakten und die Sehnsucht nach der Heimat.

Südstern Collective ist eine interdisziplinäre Kreation und Performance Gruppe von Künstlerinnen, die bewegungsbasierte Arbeiten zu Live Musik für den Öffentlichen Raum entwickeln. Südstern Collective ist an der Begegnung von Kunst und dem täglichen Leben interessiert. Ziel ist es, die Kunst an unübliche Orte zu bringen, zu Menschen, die ihr normalerweise nicht "ausgesetzt" wären und das oftmals zu einem völlig unerwarteten Zeitpunkt. 

Die internationalen Künstlerinnen, mit unterschiedlichen Hintergründen und Interessen haben sich in Berlin getroffen und stammen alle aus verschiedenen Disziplinen. Zum Kern der Gruppe gehören: Jobina Bardai (zeitgenössischer Tanz/Choreographin) AnnA Franken (Tangosängerin), Aude Fondard (Schriftstellerin/Schauspielerin/Tänzerin), Lola Agostini (zeitgenössischer Tanz/Lehrerin) und Margret Schütz (Dramaturgin/Tänzerin). Aktuelle Gästen der Gruppe sind Bildende und Performance Künstler, Sound Künstler und auch DJs.

Als Künstlerin, die mit Sound, Licht und digitaler Technik arbeitet, ist Peggy Sylopp durch die aktuelle globale Situation zu dem Standpunkt gekommen, dass Kunst in der heutigen Zeit wieder verstärkt die Rolle gesellschaftspolitischer Kritik zukommen muss. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges, vor 100 Jahren, war die Zerstörungskraft der neuen Technologien noch unbekannt und die Soldaten marschierten mit begeisterten Hurra-Rufen und einer Blume im Gewehrlauf in den Kampf.

Mit einer heutigen, neuen Technologie, dem 3-D Druck, will sie die Verquickung von technologischem Fortschritt und militärischen Motiven thematisieren. Der 3D-Druck ermöglicht den virtuellen Raum zu überwinden, indem er digitale Objekte in den 'realen' physikalischen Raum eintreten lässt.

Welche Möglichkeiten und Folgen aus dieser neuen technischen Entwicklung entstehen, ist so wenig abzusehen, wie es die Folgen des Gewehrs, der Mauser 98, für die Soldaten waren.

helga franz stellt einige ihrer Arbeiten aus den vergangenen Jahren vor, die sich durch die grund-legende Immanenz zwischen Kunst, naturwissen-schaftlichen Disziplinen und Ökologie auszeichnen. Zu realisierten Ausstellungen und Projekten zählen neben freien Arbeiten wie Installationen und Objekten, Kooperationen mit Berliner Bezirksämtern sowie zahlreiche Einladungen zu Wettbewerben für Kunst im öffentlichen Raum. Als Fotografin und Pilotin dokumentiert sie extreme Landschaften wie Wüsten, Vulkane und Gletscher vom Boden und aus der Luft auf verschiedenen Kontinenten.

Ausstellungen und Installationen sind für helga franz Versuchsfelder und Laboratorien oft prozessualen Charakters mit organischer und anorganischer, lebender und unbelebter Materie, um etwa physikalische Kräfte und atmosphärische Kontexte darzustellen, die BesucherInnen in ‚Wahrnehmungsdialoge‘ locken. Ihre Forschung mit vielfältigen (auch medialen) künstlerischen Mitteln versteht sie als ‚Ästhetische Annäherungen‘ zu Thematiken raumzeitlicher Bewegung und Dimension (Geschwindigkeit und Erfahrung) und schließt darin Fragen einer vierdimensionalen (Selbst-)Ortung ein.
Ihr künstlerisches Anliegen in der Erarbeitung von Konzepten für permanente Gestaltungen im spezifischen Kontext öffentlicher und halböffentlicher Räume erschließt sich in der kreativen Zusammenführung von architektonischen und künstlerischen Gesichtspunkten mit den jeweiligen Nutzungskonzepten.
www.helga-franz.de

Forschungs-Sozietät Well…come 21 – Grenzraum von Kunst und Naturwissenschaft
"Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden." (Paul Auster)
Well…come 21 arbeitet in den Feldern von Kunst und Naturwissenschaft und öffnet dadurch Räume des Entdeckens und der Gestaltung, um die Perspektive auf sich selbst zu erweitern. Technisch und naturwissenschaftlich wurden dabei ab 2003 das neuro-ästhetische Feedback mit seinen Filmen (Brain-Avatar) und die Brain-Sounds entdeckt. Daraus entwickelten sich weltweite Patentverfahren. Angewandt wird der Avatar überwiegend in der kulturellen Bildung zu Form und Muster, vor allem für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche. Dahinter steht ein theoretischer Ansatz, wo Materie der Form folgt und nicht umgedreht.
Well…come 21 ist ein gemeinnütziger Verein in Berlin, der aus der Hochschulforschung kommt und angewandt arbeitet. Martin Schöne (seit 2001) und Christine Haase (seit 2009) sind die öffentlichen Personen des Projekts und arbeiten nebenbei als Performance-Duo (formel2).
www.wellcome21.de
www.re-flect.me
www.neuro-portrait.de

Nadia Milenkovic spricht über die Arbeit des Künstlerduos NASE Milenkovic & Seitz und über Experimente mit Computer gesteuerten High-Power-LEDs, die ihre Zeichnungen animieren. Die choreografische Illumination von Sebastian Seitz projiziert die Zeichnungen in immer neuen Konstellationen in den Raum und lassen sie so miteinander interagieren. Es entstehen permanent neue Raumbilder. Die Arbeiten lassen sich irgendwo zwischen Fresko-Malerei und Film- und Medieninstallation verorten.
NASE arbeitet installativ im konkreten Bezug auf den Raum. Das heißt, die Arbeiten entstehen in der Auseinander-setzung mit dem Raum, in dem sie stattfinden und dessen Kontext. Die Thematisierung der Geschichte, des kulturellen Hintergrundes und der Bedeutung für das aktuelle Leben der Protagonisten stehen im Focus. Auch die Auslotung eines Themas im gemeinschaftlichen Diskurs mit anderen Künstlern, Musikern und Wissenschaftlern ist prägnant für die Arbeit von NASE. Hierfür steht das von NASE gegründete Projekt „Institut für Raumforschung“.

Kim Dotty Hachmann stellt eine Auswahl ihrer Video- und Foto-Arbeiten mit einem exklusiven Blick hinter die Kulissen vor. Dabei geht es zum Einen um die speziellen Produktionsbedingungen, denen sie in der Zusammenarbeit mit ihrer Familie immer wieder begegnet. Zum Anderen wird Kim Dotty Hachmann erläutern, wie sich ihre künstlerische Arbeit zu einer erfolgreichen und internationalen Position entwickeln konnte. In ihren Arbeiten beschäftigt sich Kim Dotty Hachmann hauptsächlich mit Fragen, die um das Themenfeld „Familie“ kreisen. Allerdings beleuchtet sie ihre Themen nicht nur von der „Keimzelle der Gesellschaft – mit ihren zwei Kindern“ aus, sondern sie arbeitet in verschiedenen Konstellationen und an verschiedenen Orten dieser Welt über das, was sie gerade „familiär“ beschäftigt. Fast immer entstehen dabei fantastische Welten, die die Gegensätze von Individualität und Gemeinschaft, Nähe und Abgrenzung, Stärke und Schwäche in humorvoller, poetischer und manchmal grotesker Weise herausarbeiten.

Kultur-Medien und IT-Technik: Regina Franken


Elektronische Medien bestimmen mittlerweile nicht mehr nur den Rahmen, in dem Kunst präsentiert wird, sondern auch den Rahmen, in dem Künstler tätig werden. Geht man davon aus, dass Kunst und Kultur Motoren gesellschaftlicher Entwicklungen sind und neue Anreize schaffen, dann beeinflussen sie auch Formen der gesellschaftlichen Wahrnehmung.

 

Die kontinuierliche Weiterentwicklung und die zunehmenden Interaktionen im Rahmen der Neuen Medien stellen dabei viele Kunstschaffende und Künstler vor neue Aufgabe. An Hand verschiedener Projekte stellt Regina Franken Beispiele aus dem Beziehungsgeflecht von Kultur und Informatik vor.

Global vernetzte Welt. Maschinelle Kommuni-

kation. Wo bleibt der Mensch? Wo bleiben wir? Welche Netzwerke bringen uns wirklich weiter? Wie gestalten wir unseren Alltag? Quo Vadis? Umbruch, Abbruch oder Ausbruch?

Jula-Kim Sieber bricht aus: interdisziplinärer Austausch, interkulturelle Kommunikation, wendiges Denken, intuitives Anwenden von abstrakten Konstrukten, die Liste könnte ewig weiter gehen, aber darum geht es ihr gar nicht, viel mehr wird eingeladen zu Räumen mit einer Struktur, die stark und selbstbewusst macht, zu Räumen, die nicht einengen/beschränken. Im Vortrag zeigt sie Projekte aus Kunst, Architektur und Aktion.

künstlerisch forschen > www.PoolPlay.eu
aktion > www.WorldWideBlanket.de
architektur > www.architektur.ar2com.de

Urheberrechtsquiz
Sicher im Urheberrecht, wenn es um bewegte und unbewegte Bilder, das Zusammenspiel mit anderen Arbeiten oder gar um Dein Werk geht?
Ja, sicher …. oder doch nicht?
Zwar haben wir alle schon viel zu diesem Thema gehört und gelesen, aber so richtig wohl fühlt sich kaum jemand mit urheberrechtlichen Fragen. Am 10.07. geht es darum, mit aktuellen Fragen zum Urheberrecht Euer Wissen bzw. Euer Bauchgefühl spielerisch zu testen, über den aktuellen Stand der Entwicklungen im Urheberrecht zu diskutieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Durch den Abend führt Astrid Christofori. Sie ist seit 1997 selbständige Rechtsanwältin und arbeitet vorwiegend beratend und gestaltend im nationalen und internationalen Vertrags- und Wirtschaftsrecht. Um das manchmal sperrige Thema Urheberrecht zu vermitteln, hat sie letztes Jahr das “Urheberrechtsquiz” entwickelt.

www.urheberrechtscafe.de
www.socialmediatagebuch.de
https://twitter.com/A_Christofori

AugenZeugeKunst - Mein Weg zur Existenzgründung
Anna-Maria Weber hat sich erfolgreich selbstständig gemacht. Ihre Firma AugenZeugeKunst dokumentiert, präsentiert und profiliert Kunst und Kreativwirtschaft auf Video. Ausgehend von den Vorstellungen des Kunden bietet AugenZeugeKunst den gesamten Prozess von der Planung, Recherche, Konzeption über die Dreharbeiten, Interviews, Bild- und Tonschnitt, Mastering bis zur Konfektionierung und Veröffentlichung aus einer Hand an.
In ihrem Vortrag wird Anna-Maria Weber Strategien und Institutionen vorstellen, die ihren Weg zur Firmengründung begleitet und gefördert haben. Unter anderem wird sie über folgende Fragen sprechen: Was beinhaltet ein Businessplan? Wie funktioniert die Finanzierung? Wie bekommt man ein Coaching? Wie funktioniert Selbstständigkeit mit dem JobCenter?
Parallel dazu wird sie Auszüge aus ihrer Arbeit als Dokumentarfilmerin für die Kunst und Kreativwirtschaft zeigen.

Transformation der Welt der Dinge
Ein Netzwerktreffen zur Materialität und Virtualität von Kunst.
Manfred Miersch spricht anhand ausgewählter eigener künstlerischer Arbeiten über Vorstellungen von Skulptur zwischen Aktionskunst, Concept-Art, Objektkunst, Klangkonstruktion und Lichtmusik. Im Umgang mit Werkstoffen und Begriffen hat der Künstler eine von vergänglichen Moden und wechselnden Märkten unabhängige Position entwickelt, die erfrischend experimentell und unbekümmert unkommerziell ist.

(Beamer-Vortrag mit Live-Performance)


"Die Produktion hat sich verlagert, ist ausgelagert worden, hat sich zu einem gewissen Grad auch virtualisiert, aber die Dinge als sozusagen letzte Form von Materialität in unserem Dasein, die sind da." (aus der Sendung "My Favorite Things", Deutschlandradio, 15.01.2012)
"Nicht die Dinge selbst beunruhigen den Menschen, sondern die Meinungen über die Dinge." (Epiktet)

sandra becker 01 zeigt einen Ausschnitt ihrer Arbeiten der letzten Jahre. Sie greift auto-

biografische Themen auf und übersetzt scheinbar alltägliches in ein visuelles Vokabular.
In dem Projekt "Edit" geht sie der Frage nach, inwiefern eine individuelle Erfahrung für ein grösseres Publikum in Form eines Romans geeignet ist. Autobiografische Fragen haben zu dem Dokumentarfilm "Lift01" geführt, aus dem sie ein Interview zeigen wird. Aus der  theoretischen Beschäftigung mit der Veränderung des Körper-bildes durch Photoshop-Retuschen ist die Arbeit "Marilyn" entstanden, einem Werk, das sich auf einen Forschungsbereich des Fraunhofer Instituts bezieht. Als Kuratorin der Ausstellung "Totalism" hat sie Arbeiten zusammen getragen, die sich mit totalitären Strukturen in unserem Alltag befassen. "Es ist erstaunlich, dass wir uns selbst Strukturen und Situationen schaffen, die totalitäre Züge aufweisen." (Yvonne Paul)

Manuskript Globaly Unskripted

Ist in einer Zeit des unabdingbar Zeitcode basierten digitalen Signals ein ungeschriebenes Drehbuch noch denkbar?

"Manuskript Globaly Unskripted" ist ein Projekt von Ottjörg A.C.

Es setzt seinen Entwicklern Schnitt- und Nahtstellen zwischen Urbanem und Peripherem, zwischen zeitbasierten und traditionellen Medien im realen Raum aus. Es zwingt sie, sich dazu zu verhalten. Diese Auseinandersetzung ist Grundlage des Projekts.

Lioba von den Driesch zeigt eine Auswahl ihrer Arbeiten aus 3 Jahrzehnten. Neben analogen Videoexperimenten werden Ausschnitte aus Trickfilmen und Compteranimationen zu sehen sein, freie Arbeiten, aber auch Aufträge wie die Website über das Gesamtwerk Stefan von Huenes und Animationen für das Künstlerpaar Driesch & Dyffort. LvdD arbeitet mit Fundstücken, spontanen Ideen und schöpft aus einem großen Fundus von dokumentarischen Aufnahmen und Handskizzen. In Zentrum steht die Bewegung, mehr noch das, was die Bewegung antreibt, ihre Geschichte und Absicht, die Emotionen der Zwischenstadien. Satirische Mini-Spielfilme aus den Standardpatterns aus Grafikprogrammen, zyklisch sich wiederholende Abläufe, die einander durchkreuzen, sich stören und dabei Variationen erzwingen. Farben oder Kreide werden mit Fingern und Pinsel aufgetragen, bewegt, weggewischt. Es ensteht eine Art Bodensatz, der sich immer wieder in Bewegungsstadien formiert. Das analoge Videosignal selbst wird zum Material und gerät durch die Unzulänglichkeit und Individualität der Geräte in nicht wiederholbare elektrische Zustände.

Wikipedia für MedienkünstlerInnen - Zwischen Kreativität und Relevanzkriterien
Das Knowhow von Künstlern zu euren Themen ist in der Wikipedia noch
unterrepräsentiert. Artikel fehlen oder es sind Artikel schlecht geschrieben. Wir
zeigen euch, wie Ihr das ändern könnt und wie es funktioniert!
Bringt eure Themen und eure Fragen mit und wir fangen gemeinsam an.

Der Workshop wird von dem Wikimedia-Referenten Michael Schlesinger gehalten.

Schlesinger ist seit sieben Jahren Autor der Wikipedia und gehört zu den eher umstrittenen Usern, weil er den Machtstrukturen des Projekts sehr kritisch gegenüber steht. Er hat bis jetzt über 250 Artikel verfasst, vornehmlich aus den Bereichen Geografie, aber auch Bildende Kunst und Musik. Er ist außerdem einer der Referenten des Vereins Wikimedia Deutschland für das Hochschulprogramm und setzt sich dafür ein, die Wikipedia an die Universitäten zu bringen, um damit den unübersehbaren Schwund an Qualitätsautoren zu bekämpfen.

 

Helfen Sie mit, dass WIKIPEDIA von der UNESCO als erstes digitales Weltkulturerbe anerkannt wird. Unterzeichnen Sie die Online-Petition:
https://wikipedia.de/wke/Main_Page/de
Stellen Sie sich eine Welt vor, in der der das gesamte Wissen der Menschheit jedem
frei zugänglich ist. Das ist unser Ziel. Helfen Sie uns dabei!
https://spenden.wikimedia.de/

A place for children, a place for grown-ups.

Atelier PERELA’ is a place where hand crafted illustration, design culture, curiosity for new DIY technologies and creative use of media combine together.
With a background in visual consultancy and interest across animation, music, and theater, our aim is bringing storytelling into social and children area. More over to show how a narration can be more effective when spread over objects, games, interactive apps instead that focusing on just one media. Nowadays technology develops on two rails, on one side allowing a functional and complete experience (tablets), on the other extending the chance to create easily physical object from igital drawings (lasercutters and 3d printers). This is an intersting chance to reduce the traditional separation between analog and digital, poetry and technology, kids and parents entertainment, and create helpful educational tools.

Matthias Fitz stellt eine Auswahl seiner Arbeiten aus den Jahren 2000 bis 2012 vor, interaktive Video -und Klanginstallationen sowie einkanalige Videoarbeiten.

"Die Kunst von Matthias Fitz ist experimentell und installativ, sie ist zugleich technisch wie auch sinnlich angelegt; letzteres auch im Gedanken einer aktiven Beteiligung ihrer Betrachter, denn diese fungieren bei etlichen Arbeiten des Künstlers als notwendig Mitwirkende, sogar Auslöser für bestimmte Effekte und Möglichkeiten." (Dr. Peter Funken)

copy! please copy!

In der Textilindustrie ist die Geschwindigkeit das Kapital. Nur durch Massenproduktion kann Gewinn angehäuft werden. Einzelteile sind Luxus, die für sich selber nicht ausreichen würden, den Kapitalismus zu stützen. copy! please copy! ruft dazu auf, aus Bergen produzierter Kleidung, in Handarbeit Neues entstehen zu lassen. Es ist Anregung und Aufruf, auf alle verfügbaren Ressourcen zurückzugreifen und diese mit den jeweils eigenen Methoden zu kopieren. Es ist die Aufforderung, unabhängige Produktions-

mechanismen zu entwickeln sowie Handelswege zu erschließen, innerhalb derer per Handarbeit produziert wird und die Produkte als Tauschobjekte verfügbar sind. Die Bedeutung von Kreativität und Autorschaft, die Zurschaustellung von sozio-kultureller Zugehörigkeit und Exklusivität hinterfragt Jutta Eberhard seit 2003 mit ihrem Projekt „demand to copy“.

“Meine Kunst ist ja ein offenes System" Christa Biedermann

"In ihren Videos und Filmen ist Christa Biedermann meistens unterwegs - und probt dabei unterschiedliche Rollen,
tritt als Matrose, `Schneekönigin´ oder Frau im roten Lackmantel auf.
Dabei erzählt sie jedoch auch viel über die Orte, an denen sie sich aufhält."
Nina Schedlmayer

Renier Sikkens ist ein junger Wissenschaftler mit dem Schwerpunkt Internet und den Beziehungsgeflechten verschiedenster medialer Ausdrucksformen. Um seine Thesen zu entwickeln erforscht er den Bereich Internetkunst/ Bildende Kunst und beschäftigt sich zusätzlich mit den angrenzenden Bereichen von Theater über Games, Musik und Tanz.

Sein früheres Studium in Business Administration in Holland kollidiert mit dem  antikapitalistischen Gedankengut der frühen NetzkünstlerInnen. Um zwischen diesen beiden entgegen gesetzten Polen in puncto Finanzierung eine Balance zu finden werden potentielle Konsequenzen/Möglichkeiten gesucht. Zum Einen wird ein künstlerisches Projekt dazu vorgestellt, zum anderen werden "nicht-künstlerische" Aktivitäten gezeigt, die MedienkünstlerInnen mit zusätzlichem Handwerkszeug ausrüsten. Für das Netzwerktreffen wurde ein Projekt entwickelt, auf dem Fahrrad in der Dunkelheit. Es heisst: der Specht. Dank geht an Kerstin Trubel (technische Unterstützung), Maria Rocha da Goncalves, Andreas Haltermann, Michael Höpfel, Lioba von den Driesch, Sandra Becker.

Netzwerktreffen der Medienwerkstatt am Dienstag, den 13. März um 19 Uhr zum Thema: "analog und digital", Arbeitspräsentation von Wolfgang Spahn

 

Analog als das Gegenteil des Digitalen - dies ist das Spannungsfeld, in dem sich die Kunst von Wolfgang Spahn seit Mitte der neunziger Jahre bewegt.
Die auf digitaler Technik, Elektronik und Zeit basierten Medien beruhenden Arbeiten sind letztlich in ihrer Bildsprache analog.


Tief greifende Auseinandersetzung mit Code, Elektronik und Mechanik ermöglichen - obwohl auf Digitalem basierend - eine ganz eigene Materialität im Spannungsfeld der "alten" und "neuen" Medien.
Störungen brechen die nach Perfektion und Harmonie strebenden Installationen, Projektionen und Fotografien. Und nicht selten resultiert aus diesen belebenden, realen Brüchen, eine tiefe Irritation.


http://www.wolfgang-spahn.de
http://www.dernulleffekt.de